Nach dem Gespräch mit EinDollarBrille in Folge 4 kommt in Folge 5 jemand zu Wort, der weder für eine Organisation spricht noch für uns arbeitet. Jan-Nick war als Besucher auf der re:publica 2026 und kam an unserem Stand vorbei. Kennengelernt haben wir uns nicht über Software, sondern im Basketballverein.
Ein Besucher, kein Kunde
Die meisten Gespräche am Stand liefen nach einem Muster: Jemand bleibt stehen, fragt, was GoodFunds ist, und wir erklären es. Bei Jan-Nick war es umgekehrt. Er wusste längst, woran wir arbeiten, weil wir nach dem Training oft darüber gesprochen haben. Was er nicht kannte, war der Alltag drumherum, also ein Stand, zwei Tablets und die Frage, wie man Fremden in zwei Minuten ein Produkt erklärt.
Auf dem Gelände war er vorher schon unterwegs. Die Maus stand im Hintergrund, bei Greenpeace lief ein Faultier herum, und es gab nach seinen Worten viele interessante Menschen und Talks. Er kam also nicht mit einer Erwartung an uns, sondern mit Neugier auf den ganzen Tag.
Was eine Gesellschaft formt
Auf die Frage, wie er zu GoodFunds kommt, antwortet er nicht mit der Software, sondern mit einer Haltung. Sie ist der Kern der Folge.
Ich selbst arbeite in dem Sektor der erneuerbaren Energien und ich finde es wichtig, dass nicht nur finanzielle Benchmarks die Gesellschaft treiben und bestimmen und formen, sondern dass auch das Engagement von Menschen die Gesellschaft formt.
Das ist bemerkenswert, weil es aus einer Branche kommt, in der viel über Kennzahlen geredet wird. Erneuerbare Energien rechnen sich oder sie rechnen sich nicht, so lautet die übliche Verkürzung. Jan-Nick stellt daneben etwas, das sich nicht in einer Tabelle abbilden lässt, nämlich die Arbeit von Menschen, die sich einbringen, ohne dass es sich für sie rechnet.
Genau an dieser Stelle setzt GoodFunds an. Spenden lassen sich zählen, Unterschriften auch. Was sich schwerer zählen lässt, ist das, was davor passiert: dass jemand eine Aktion startet, andere überzeugt, dranbleibt. Unsere Aufgabe ist, dieser Arbeit Werkzeuge zu geben, nicht sie in eine Kennzahl zu übersetzen.
Ein Schwamm auf dem Festival
Gefragt nach seinem persönlichen Wunsch für die re:publica kommt keine Antwort über Netzwerken oder Kontakte.
Ich bin wie so ein Schwamm, Staubsauger. Ich nehme super viel gerne an neuen Informationen auf, verarbeite die und irgendwie bleibt das hängen und dann kann ich das für mich in meinem Leben mitnehmen.
Eingelöst hat er das schon vor unserem Gespräch. Beim Energiemobil ging es darum, wie man Veranstaltungen gut hostet, samt einer Liste von sieben Best Practices. Hängen geblieben ist bei ihm ein Satz, der auch für einen Messestand gilt: dass die Leute sich wohlfühlen und willkommen fühlen sollen, und „dass man lieb ist und nicht cool".
Was Basketball damit zu tun hat
Zum Schluss dreht das Gespräch dorthin zurück, wo es angefangen hat. Wir haben die letzten Saisons zusammen gespielt, zeitweise hat er auch gecoacht. Dass daraus eine Verbindung zu einer Spendenplattform wird, ist weniger überraschend, als es klingt.
Genau, auch im Basketballverein haben wir uns schon gemeinnützig für die Gesellschaft eingesetzt.
Dass wir das Team auch als GoodFunds unterstützen, haben wir an anderer Stelle schon beschrieben.
Ein Verein ist gemeinnützige Arbeit im Kleinen. Es gibt Ehrenamtliche, Beiträge, Anträge, Menschen, die Fahrten organisieren, und immer zu wenig Zeit. Wer das kennt, versteht sofort, worum es bei einer Software für gemeinnützige Organisationen geht. Der Unterschied ist nur die Größe.
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Alle Folgen
Die Reihe umfasst zehn Folgen, eine neue erscheint jeden Sonntag um 19 Uhr. Auf der Übersichtsseite läuft immer die aktuelle Folge, darunter stehen alle Termine. Wer nichts verpassen möchte, abonniert den YouTube-Kanal oder den Newsletter.
Davor erschienen: Folge 1 zum Auftakt, Folge 2 mit Bernd und Konrad, Folge 3 vom ersten Tag am Stand und Folge 4 im Interview mit EinDollarBrille.




