Glossar
GOOD Words: Fundraising- und NGO-Begriffe erklärt
Wichtige Begriffe rund um Gemeinwohl, Fundraising und die Arbeit von NGOs, Vereinen und Stiftungen, verständlich erklärt. Das Glossar wächst kontinuierlich.
A
A/B-Testing (Variantentest)
Methode, bei der zwei Varianten gegeneinander getestet werden, um datenbasiert zu erkennen, welche besser funktioniert.
Absichtserklärung (Memorandum of Understanding (MoU))
Eine schriftliche Vereinbarung, die gemeinsame Absichten und Rahmenbedingungen einer Zusammenarbeit festhält, meist ohne strenge rechtliche Bindung.
Absprungrate (Bounce Rate)
Der Anteil der Besucher:innen, die eine Seite verlassen, ohne eine weitere Aktion auszuführen.
Abstimmung (Reconciliation)
Abgleich der tatsächlich eingegangenen Zahlungen mit den Aufzeichnungen im eigenen System, um Differenzen aufzudecken.
Abwanderungsprävention (Churn Prevention)
Maßnahmen, die Spender:innen halten, bevor sie ihre Unterstützung beenden, idealerweise ausgelöst durch frühe Warnsignale.
Acquisition Mailing (Neuspender-Mailing)
Ein Mailing an noch nicht gewonnene Adressen mit dem Ziel, neue Spender:innen zu gewinnen.
Annual Fund (Jahresspendenkampagne)
Die jährlich wiederkehrende Basiskampagne, die verlässliche, meist frei verwendbare Einnahmen aus dem bestehenden Spenderstamm sichert.
Anwaltschaftliche Arbeit (Advocacy)
Anwaltschaftliche Arbeit: sich für ein Anliegen einsetzen und politische oder gesellschaftliche Veränderung anstoßen.
API-Integration (Schnittstellen-Anbindung)
Technische Verbindung zweier Softwaresysteme über eine Programmierschnittstelle, damit sie automatisch Daten austauschen.
Arbeitgeberspende (Payroll Giving)
Regelmäßiges Spenden direkt vom Bruttogehalt über die Lohnabrechnung des Arbeitgebers.
Arbeitsplatzkampagne (Workplace Campaign)
Eine Spendenkampagne, die direkt in Unternehmen bei deren Belegschaft für eine Organisation wirbt.
Ask Amount (Vorgeschlagener Spendenbetrag)
Der konkrete Betrag, den eine Organisation einer Person zur Spende vorschlägt. Er ist ein zentraler Hebel für die Höhe des Ergebnisses.
Audit Trail (Prüfpfad)
Eine lückenlose Protokollierung, die nachvollziehbar macht, wer wann welche Änderung vorgenommen hat.
Aufklärungskampagne (Awareness Campaign)
Eine Kampagne, die zunächst Bewusstsein und Wissen für ein Thema schafft, bevor sie zu konkretem Handeln aufruft.
Ausgangsstudie (Baseline Study)
Eine Erhebung des Ist-Zustands vor Projektbeginn, an der sich spätere Veränderungen und Wirkungen messen lassen.
Ausstiegsstrategie (Exit Strategy)
Ein geplantes Vorgehen dafür, wie ein Projekt ohne die ursprüngliche Förderung weiterläuft oder verantwortungsvoll beendet wird.
B
B Corporation (B Corp)
Zertifizierung für Unternehmen, die hohe soziale und ökologische Standards sowie Transparenz und Verantwortung nachweisen.
Bedarfsanalyse (Needs Assessment)
Systematische Untersuchung, die klärt, welche Bedürfnisse eine Zielgruppe tatsächlich hat, bevor Maßnahmen geplant werden.
Begünstigte (Beneficiary)
Die Menschen oder Gruppen, denen die Arbeit einer gemeinnützigen Organisation unmittelbar zugutekommt.
Benennungsrechte (Naming Rights)
Das Recht, für eine bedeutende Spende einen Raum, ein Gebäude oder ein Programm nach der spendenden Person oder Firma zu benennen.
Betriebsrücklage (Operating Reserve)
Frei verfügbare Rücklagen, mit denen eine Organisation Einnahmeausfälle über eine gewisse Zeit überbrücken kann.
Bindungs-E-Mail (Retention Email)
Eine E-Mail, die Spender:innen bindet, indem sie informiert und dankt, statt vor allem um Geld zu bitten.
Blitzkampagne (Flash Campaign)
Kurze, intensive Spenden- oder Aktionskampagne mit klarer Frist, die auf schnelle Mobilisierung setzt.
Bühnenbild
Das große Kopfbild einer Kampagnen- oder Profilseite und damit der erste visuelle Eindruck, den Besucher:innen bekommen.
Bürgerschaftliches Engagement (Civic Engagement)
Aktive Beteiligung von Menschen am Gemeinwesen, die über das Wählen hinausgeht, von Ehrenamt bis politischer Teilhabe.
Burn Rate (Mittelverbrauchsrate)
Geschwindigkeit, mit der eine Organisation ihre finanziellen Reserven aufbraucht, meist gemessen pro Monat.
C
Call to Action (Handlungsaufforderung)
Die klare Handlungsaufforderung: Sag den Menschen konkret, was sie als Nächstes tun sollen.
Capacity Building (Organisationsentwicklung)
Investition in die Strukturen, Kompetenzen und Systeme einer Organisation, um sie langfristig handlungsfähiger zu machen.
Capital Campaign (Investitionskampagne)
Eine zeitlich befristete Großkampagne, mit der eine Organisation eine bedeutende einmalige Investition finanziert.
Cause-Related Marketing (zweckgebundenes Marketing)
Kooperation zwischen Unternehmen und gemeinnütziger Organisation, bei der ein Teil des Produktumsatzes an den guten Zweck fließt.
Challenge Grant (Herausforderungszuschuss)
Eine Förderzusage, die erst ausgezahlt wird, wenn die Organisation ein bestimmtes Sammelziel selbst erreicht.
Churn Rate (Abwanderungsrate)
Anteil der Spender:innen oder Abonnent:innen, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums abspringen und nicht mehr unterstützen.
Click-Through Rate (Klickrate (CTR))
Der Anteil der Empfänger:innen oder Betrachter:innen, die auf einen Link oder eine Anzeige klicken.
Compliance (Regelkonformität)
Einhaltung aller relevanten Gesetze, Vorschriften und interner Regeln durch eine Organisation.
Conversion Funnel (Konversionstrichter)
Modell der Schritte, die Menschen vom ersten Kontakt bis zur gewünschten Handlung durchlaufen, etwa bis zu einer Spende.
Conversion Rate (Konversionsrate)
Der Anteil der Website-Besucher:innen, die tatsächlich handeln, etwa spenden oder unterschreiben. Im Fundraising oft nur 1–3 %.
Corporate Social Responsibility (CSR)
Die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen über das Kerngeschäft hinaus, oft ein Anknüpfungspunkt für NGOs.
Corporate Volunteering (Betriebliches Ehrenamt)
Freiwilligenengagement von Beschäftigten, für das der Arbeitgeber sie freistellt oder das er organisiert und fördert.
Cost per Acquisition (Kosten pro Neuspender:in)
Kennzahl dafür, wie viel eine Organisation im Schnitt ausgibt, um eine:n neue:n Spender:in zu gewinnen.
Cost per Click (Kosten pro Klick (CPC))
Der durchschnittliche Betrag, den ein einzelner Klick auf eine bezahlte Anzeige kostet.
Cost per Lead (Kosten pro Kontakt)
Die durchschnittlichen Marketingkosten, um einen neuen qualifizierten Kontakt zu gewinnen, etwa eine Newsletter-Anmeldung.
CRM
Ein System zur zentralen Verwaltung aller Kontakte und ihrer Beziehungsgeschichte, kurz: die Spenderdatenbank.
Crowdfunding (Schwarmfinanzierung)
Zeitlich begrenzte Projektfinanzierung durch viele Einzelbeiträge, oft mit Gegenleistungen. Etwas anderes als dauerhaftes Spenden-Fundraising.
D
Dankesbrief (Thank You Letter)
Zeitnahe, persönliche Danksagung an Spender:innen nach einer Zuwendung, ein zentraler Baustein der Spenderbindung.
Datenmigration (Data Migration)
Die Übertragung von Daten aus einem Altsystem in ein neues System, vollständig, korrekt und ohne Verluste.
Datenschutz-Folgenabschätzung (Data Protection Impact Assessment (DPIA))
Vorab-Prüfung nach DSGVO, die Risiken einer Datenverarbeitung für die Rechte betroffener Personen systematisch bewertet.
Datensparsamkeit (Data Minimization)
Datenschutzgrundsatz, nur die personenbezogenen Daten zu erheben, die für einen konkreten Zweck wirklich nötig sind.
Dauerspende (Recurring Donation)
Eine regelmäßig wiederkehrende Spende (z. B. monatlich): planbare Einnahmen, das „Gold" des Fundraisings.
Dauerspendenprogramm (Monthly Giving Program)
Strukturiertes Angebot, das Unterstützer:innen zu regelmäßigen (meist monatlichen) statt einmaligen Spenden gewinnt.
Design Thinking (Nutzerzentrierte Innovationsmethode)
Ein iterativer Ansatz zur Problemlösung, der die Bedürfnisse der Nutzer:innen an den Anfang stellt und Lösungen früh testet.
Digitaler Aktivismus (Digital Activism)
Nutzung digitaler Kanäle wie sozialer Medien, Hashtags und Online-Petitionen, um Anliegen sichtbar zu machen und Menschen zu mobilisieren.
Digitales Fundraising (Digital Fundraising)
Sammeln von Spenden über digitale Kanäle wie Website, E-Mail, soziale Medien und mobile Bezahlwege.
Direktmailing (Direct Mail)
Postalisch versandte, adressierte Werbe- und Spendensendungen an ausgewählte Empfänger:innen.
Donor Pyramid (Spenderpyramide)
Modell, das Spender:innen nach Beitragshöhe und Bindung staffelt, von vielen Erstspender:innen bis zu wenigen Großspender:innen.
Double Opt-In (DOI)
Zweistufige Einwilligung per Bestätigungslink: in Deutschland der empfohlene Standard, um Einwilligungen ins E-Mail-Marketing nachzuweisen.
Drip Campaign (automatisierte E-Mail-Serie)
Vorab geplante Abfolge automatisch versendeter E-Mails, die Kontakte über einen längeren Zeitraum schrittweise ansprechen.
DSGVO (GDPR (General Data Protection Regulation))
Die EU-Datenschutz-Grundverordnung, die den Umgang mit personenbezogenen Daten regelt und für jede NGO gilt.
Due Diligence (Sorgfaltsprüfung)
Sorgfältige Prüfung von Partnern, Projekten oder Zuwendungen vor einer Zusammenarbeit, um Risiken frühzeitig zu erkennen.
DZI (Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen)
Unabhängige Prüfinstanz für Spendenorganisationen, bekannt für das DZI-Spendensiegel und den Spenden-Almanach.
E
E-Mail-Listen-Pflege (Email List Hygiene)
Regelmäßiges Bereinigen der E-Mail-Liste von ungültigen, inaktiven oder fehlerhaften Adressen, um Qualität und Zustellbarkeit zu sichern.
Echtzeit-Tracking (Real-Time Tracking)
Das laufende, sofortige Anzeigen von Kampagnendaten wie eingehenden Spenden, sodass der Fortschritt live sichtbar wird.
Effektiver Altruismus (Effective Altruism)
Eine Bewegung, die mit Evidenz und Vernunft ermitteln will, wie sich mit gegebenen Mitteln möglichst viel Gutes bewirken lässt.
Ehrenamt (Volunteering)
Freiwilliges, unbezahltes Engagement für einen guten Zweck. In Deutschland sind Millionen Menschen dabei.
Ehrenamtsmanagement (Volunteer Management)
Die systematische Gewinnung, Koordination, Betreuung und Bindung von freiwillig Engagierten.
Ehrenamtspauschale
Steuer- und sozialversicherungsfreier Betrag für nebenberufliches Engagement in gemeinnützigen Organisationen: seit 2026 bis 960 € pro Jahr.
Einwilligungsverwaltung (Consent Management)
Systematisches Erfassen und Verwalten, wer wann wozu in die Verarbeitung seiner Daten oder in Werbung eingewilligt hat.
Elevator Pitch (Kurzvorstellung)
Eine sehr kurze, prägnante Vorstellung eines Anliegens, die in wenigen Sekunden überzeugt.
Embed (Einbettung)
Fremde Inhalte oder Funktionen direkt in die eigene Website einbauen, etwa ein Spendenformular per Code-Schnipsel.
Emotionales Spenden (Emotional Giving)
Spendenverhalten, das primär durch Gefühle wie Mitgefühl oder Betroffenheit ausgelöst wird, weniger durch rationale Abwägung.
Empowerment (Befähigung)
Ansatz, Menschen zu befähigen, ihre Angelegenheiten selbstbestimmt und aus eigener Kraft zu gestalten, statt sie nur zu versorgen.
Engageification
Von GoodFunds geprägter Begriff für Motivationsmechaniken, die vorhandenes Engagement sichtbar machen, statt Verhalten spielerisch zu belohnen.
Engagement Rate (Interaktionsrate)
Kennzahl, die misst, wie aktiv eine Zielgruppe mit Inhalten interagiert, etwa durch Likes, Kommentare oder Klicks.
Erfolgsabzeichen (Achievement Badge)
Digitale Auszeichnung, die Nutzer:innen für erreichte Ziele oder Engagement erhalten und die zur Motivation beiträgt.
Erwirtschaftete Einnahmen (Earned Revenue)
Einnahmen, die eine gemeinnützige Organisation durch eigene Leistungen erzielt, etwa durch Verkäufe, Kurse oder Dienstleistungen.
Eventsponsoring (Event Sponsorship)
Die finanzielle oder materielle Unterstützung einer Veranstaltung durch ein Unternehmen im Gegenzug für Sichtbarkeit und Nennung.
F
Face-to-Face Fundraising (Direktansprache-Fundraising)
Die persönliche Ansprache potenzieller Spender:innen im öffentlichen Raum, meist zur Gewinnung von Dauerspenden.
Fiscal Sponsorship (Treuhänderische Trägerschaft)
Ein gemeinnütziger Träger nimmt ein Projekt ohne eigene Rechtsform unter sein Dach und stellt ihm seinen Steuerstatus zur Verfügung.
Fondsbuchhaltung (Fund Accounting)
Buchhaltungsmethode, die Mittel nach Zweckbindung getrennt erfasst, um deren korrekte Verwendung nachzuweisen.
Fördermittel (Grant)
Eine Förderung/Zuwendung, meist von Stiftungen oder öffentlicher Hand, an Antrag und Auflagen gebunden.
Fördermittel-Akquise (Grant Fundraising)
Das systematische Einwerben von Zuschüssen aus öffentlichen und privaten Töpfen durch recherchierte, passgenaue Anträge.
Freie Mittel (Unrestricted Funds)
Freie Mittel ohne Zweckbindung. Die Organisation entscheidet selbst, wo sie am dringendsten gebraucht werden.
Freistellungsbescheid
Der Bescheid des Finanzamts, der eine Organisation als steuerbegünstigt anerkennt und von der Körperschaftsteuer freistellt.
Fundraising Gala (Benefizveranstaltung)
Eine festliche Benefizveranstaltung, die Spenden einwirbt und zugleich Beziehungen zu Unterstützer:innen pflegt.
Fundraising ROI (Return on Investment im Fundraising)
Kennzahl, die die eingeworbenen Spenden ins Verhältnis zu den dafür eingesetzten Kosten setzt.
Fundraising-Plan (Fundraising Plan)
Strukturierter Jahresplan, der festhält, wer wann über welche Kanäle um welche Beiträge gebeten wird.
Fundraising-Software
Software, die das Sammeln, Verwalten und Auswerten von Spenden und anderen Mitteln für gemeinnützige Organisationen bündelt.
G
Gamification (Spielemechanik)
Der Einsatz spieltypischer Elemente wie Punkte, Abzeichen und Ranglisten außerhalb von Spielen zur Motivation.
Geldwäscheprävention (Anti-Money Laundering (AML))
Gesetzlich verankerte Sorgfaltspflichten, die verhindern sollen, dass Spenden zur Verschleierung illegaler Geldherkunft missbraucht werden.
Gemeinnützig vs. gewinnorientiert (Nonprofit vs. For-Profit)
Die grundlegende Unterscheidung zwischen Organisationen, die Überschüsse dem Zweck widmen, und solchen, die Gewinn an Eigentümer ausschütten.
Gemeinnützige Organisation (Public Benefit Organization)
Eine Organisation, die überwiegend dem Gemeinwohl dient und dafür steuerliche Privilegien genießt.
Gemeinnütziger Zweck (Charitable Purpose)
Ein steuerrechtlich anerkannter Zweck, dessen Verfolgung die Gemeinnützigkeit einer Organisation begründet.
Gemeinnützigkeit
Steuerrechtlicher Status für Organisationen, die selbstlos das Allgemeinwohl fördern (§ 52 AO), verbunden mit Vorteilen und Pflichten.
Gemeinwesenarbeit (Community Organizing)
Ein Ansatz, bei dem Menschen vor Ort befähigt werden, sich zu organisieren und gemeinsam für ihre eigenen Anliegen einzutreten.
Gemeinwohl-Plattform
Eine Plattform, die gemeinnützige Organisationen, Unterstützer:innen und Unternehmen rund um gemeinsame gesellschaftliche Ziele vernetzt.
Gift Table (Spendenpyramide / Spendentabelle)
Eine Planungstabelle, die aufschlüsselt, wie viele Spenden welcher Größe nötig sind, um ein Kampagnenziel zu erreichen.
Giving Tuesday (Tag des Gebens)
Der internationale „Tag des Gebens", am Dienstag nach Black Friday und Cyber Monday.
Google Ads
Googles Werbeplattform für Suchanzeigen, für Gemeinnützige über Google Ad Grants mit bis zu 10.000 US-Dollar Anzeigenbudget pro Monat kostenlos.
Grassroots Fundraising (Fundraising von unten)
Fundraising-Ansatz, der viele kleine Spenden aus einer breiten Basis statt weniger Großspenden anstrebt.
Großspender:in (Major Donor)
Als Großspender:in gelten Menschen, deren Zuwendungen so bedeutend sind, dass sie individuell betreut werden.
H
Hinweisgeberschutz-Richtlinie (Whistleblower Policy)
Regelwerk, das festlegt, wie Missstände sicher gemeldet werden können und Hinweisgebende vor Benachteiligung schützt.
Hybrides Event (Hybrid Event)
Veranstaltung, die gleichzeitig vor Ort und online stattfindet, sodass Menschen auf beiden Wegen teilnehmen können.
I
Impact Investing (Wirkungsorientiertes Investieren)
Kapitalanlagen, die neben einer finanziellen Rendite gezielt eine messbare soziale oder ökologische Wirkung anstreben.
Impact Story (Wirkungsgeschichte)
Eine erzählte Geschichte, die die Wirkung einer Organisation am konkreten Beispiel eines Menschen sichtbar macht.
Impressionen (Impressions)
Die Anzahl, wie oft ein Inhalt oder eine Anzeige angezeigt wurde, unabhängig davon, ob darauf reagiert wurde.
Inaktive Spender:in (Lapsed Donor)
Person, die früher gespendet hat, aber seit einem definierten Zeitraum keine Zuwendung mehr geleistet hat.
Interne Kontrollen (Internal Controls)
Regeln und Abläufe, die Fehler und Missbrauch beim Umgang mit Geld und Daten verhindern, etwa das Vier-Augen-Prinzip.
J
Jahresendkampagne (Year-End Campaign)
Eine gebündelte Spendenkampagne in den letzten Wochen des Jahres, dem einnahmenstärksten Zeitraum im Fundraising.
K
Kampagne
Die zentrale Organisationseinheit in GoodFunds: Jedes gesammelte Mittel gehört zu einer Kampagne, die über SDGs, Themen und Aktionsradius auffindbar wird.
Kampagnenmanagement (Campaign Management)
Die Planung, Umsetzung und Auswertung von Kampagnen von der ersten Idee bis zur Erfolgsmessung.
KI im Fundraising (Künstliche Intelligenz)
Wie Künstliche Intelligenz gemeinnützige Organisationen bei Kampagnen und Berichten unterstützt und was dabei mit euren Daten passiert.
Klick-Aktivismus (Slacktivism)
Abwertender Begriff für Online-Engagement mit minimalem Aufwand, dem ein echter Wirkungsbeitrag oft abgesprochen wird.
Knappheit (Scarcity)
Ein psychologisches Prinzip, nach dem begrenzte Verfügbarkeit die Entscheidung zum Handeln beschleunigt.
Koalitionsbildung (Coalition Building)
Der Aufbau von Bündnissen zwischen Organisationen, um gemeinsame Ziele mit mehr Gewicht zu verfolgen.
Kollektive Wirkung (Collective Impact)
Ein Ansatz, bei dem mehrere Organisationen ihr Handeln entlang einer gemeinsamen Agenda koordinieren, um ein komplexes soziales Problem zu lösen.
Kompetenzbasiertes Ehrenamt (Skills-Based Volunteering)
Form des Engagements, bei der Menschen ihre beruflichen Fähigkeiten und ihr Fachwissen einbringen statt nur ihre Zeit.
Kontenrahmen (Chart of Accounts)
Das strukturierte Verzeichnis aller Konten einer Organisation, das jede Einnahme und Ausgabe einer definierten Kategorie zuordnet.
KPI (Key Performance Indicator)
Zentrale Kennzahl, die zeigt, ob eine Organisation ihre Ziele erreicht und ob Maßnahmen wirken.
L
Landing Page (Zielseite)
Eine eigenständige Webseite mit genau einem Ziel, auf die Besucher:innen gezielt aus einer Kampagne geleitet werden.
Lead Nurturing (Kontaktpflege)
Schrittweise Pflege von Interessent:innen mit passenden Inhalten, bis sie zu Spender:innen oder Unterstützer:innen werden.
Leitbild (Mission Statement)
Eine knappe Aussage, die den Zweck einer Organisation beschreibt: wofür sie steht und was sie erreichen will.
Leitspende (Lead Gift)
Bedeutende Frühspende zu Beginn einer Kampagne, die Vertrauen signalisiert und weitere Spender:innen zum Mitmachen motiviert.
Liquiditätsmanagement (Cash Flow Management)
Die Steuerung von Ein- und Auszahlungen, damit jederzeit genügend flüssige Mittel für laufende Verpflichtungen vorhanden sind.
Lizenzvereinbarung (License Agreement)
Ein Vertrag, der die entgeltliche oder unentgeltliche Nutzung von Rechten wie Namen, Logo oder Inhalten regelt.
Lobbying (Lobbyarbeit)
Gezielte Einflussnahme auf politische Entscheidungsträger:innen, um Gesetze und Regelungen im Sinne eines Anliegens zu gestalten.
M
Markenidentität (Brand Identity)
Die Gesamtheit aus Erscheinungsbild, Sprache und Werten, durch die eine Organisation wiedererkennbar und unterscheidbar wird.
Marketing Automation (Marketing-Automatisierung)
Software-gestützte, regelbasierte Automatisierung wiederkehrender Marketing- und Kommunikationsabläufe.
Matching Gift (Spendenverdopplung)
Ein Arbeitgeber verdoppelt (oder vervielfacht) die Spende einer:s Mitarbeitenden. Das bringt zusätzliche Wirkung ohne Mehraufwand.
Matching-Fonds (Matching Fund)
Ein bereitgestellter Geldtopf, aus dem eingehende Spenden nach einer festgelegten Quote aufgestockt werden.
Mehrkanalkampagne (Multichannel Campaign)
Eine Kampagne, die dieselbe Botschaft koordiniert über mehrere Kanäle wie E-Mail, Social Media, Brief und Website ausspielt.
Menschenzentriertes Design (Human-Centered Design)
Gestaltungsansatz, der Angebote konsequent an den tatsächlichen Bedürfnissen der Nutzenden ausrichtet und sie einbezieht.
Mikrospende (Micro-Donation)
Sehr kleine Spende, oft durch Aufrunden eines Kaufbetrags oder Kleinstbeträge im Online-Umfeld ausgelöst.
Mini-Ehrenamt (Micro-Volunteering)
Engagement in sehr kleinen, oft digitalen Aufgaben, die sich in wenigen Minuten und ohne feste Bindung erledigen lassen.
Mitarbeiterspendenprogramm (Employee Giving Program)
Ein von Unternehmen organisiertes Programm, das Beschäftigten das Spenden erleichtert, oft ergänzt durch eine Aufstockung des Arbeitgebers.
Mitgefühlserschöpfung (Compassion Fatigue)
Die abstumpfende Wirkung, wenn Menschen so vielen Leidbildern ausgesetzt sind, dass ihre emotionale Reaktion und Spendenbereitschaft nachlassen.
Mitteldiversifikation (Fundraising Diversification)
Die bewusste Verteilung der Einnahmen einer Organisation auf mehrere unabhängige Finanzierungsquellen.
Monitoring & Evaluation (M&E)
Systematisches Beobachten laufender Aktivitäten und die Bewertung ihrer Ergebnisse, um Wirkung nachzuweisen und zu verbessern.
Multi-Tenancy (Mandantenfähigkeit)
Architekturprinzip, bei dem eine Software mehrere Organisationen mit getrennten, isolierten Daten bedient.
N
Nachfolgeplanung (Succession Planning)
Die vorausschauende Planung, wie Schlüsselpositionen einer Organisation bei Wechsel oder Ausfall besetzt werden.
Nachhaltigkeit (Sustainability)
Fähigkeit einer Organisation, ihre Wirkung und ihren Betrieb langfristig aufrechtzuerhalten, finanziell wie ökologisch und personell.
Nachlassspende (Planned Giving)
Zuwendungen aus dem Nachlass, etwa eine testamentarische Spende oder ein Vermächtnis.
NGO-Software (Vereinssoftware)
Software, die speziell auf die Verwaltungs-, Kommunikations- und Fundraising-Bedürfnisse gemeinnütziger Organisationen zugeschnitten ist.
O
Omnichannel Fundraising (Kanalübergreifendes Fundraising)
Ansatz, bei dem alle Kontaktkanäle so verbunden sind, dass Spender:innen ein durchgängiges, aufeinander abgestimmtes Erlebnis haben.
Onboarding (Einführung neuer Nutzer:innen)
Strukturierter Einstieg, der neue Nutzer:innen, Mitglieder oder Mitarbeitende Schritt für Schritt an ein System oder eine Organisation heranführt.
Online-Petition (Online Petition)
Digitale Unterschriftensammlung, mit der Menschen in wenigen Sekunden ein Anliegen unterstützen und Druck für Veränderung aufbauen.
Output vs. Outcome (Leistung vs. Wirkung)
Die Unterscheidung zwischen erbrachten Leistungen (Output) und den tatsächlichen Veränderungen im Leben der Menschen (Outcome).
Ö
Öffnungsrate (Open Rate)
Der Anteil der Empfänger:innen, die eine versendete E-Mail geöffnet haben. Er ist eine Kennzahl für Betreff und Absenderrelevanz.
P
Partizipativer Ansatz (Participatory Approach)
Eine Arbeitsweise, die betroffene Menschen aktiv in Planung, Umsetzung und Bewertung von Projekten einbezieht.
PCI Compliance (PCI-DSS-Konformität)
Einhaltung des Sicherheitsstandards PCI DSS für die Verarbeitung, Speicherung und Übertragung von Kreditkartendaten.
Peer-to-Peer-Fundraising
Unterstützer:innen sammeln im eigenen Umfeld Spenden für eine Organisation, etwa zum Geburtstag oder beim Sponsorenlauf.
Performance Fundraising (Datengetriebenes Fundraising)
Datengetriebene Optimierung des Fundraisings entlang der gesamten Spenden-Journey: vom ersten Kontakt über die Spende bis zur zurückgemeldeten Wirkung.
Personalisierung (Personalization)
Das Zuschneiden von Ansprache und Inhalten auf einzelne Empfänger:innen anhand ihrer Daten, vom Namen bis zur Spendenhistorie.
Petition
Eine öffentliche Forderung, die durch möglichst viele Unterschriften politischen Druck erzeugt.
Pledge (Spendenzusage)
Eine verbindlich wirkende Zusage, künftig einen bestimmten Betrag zu spenden, oft in Raten über einen längeren Zeitraum.
Positiver Handabdruck (Handprint)
Das Gegenstück zum ökologischen Fußabdruck: was ein Mensch oder eine Organisation an Gutem bewirkt, statt nur Schaden zu vermeiden.
Pro Bono (unentgeltliche Fachleistung)
Professionelle Leistung, die Fachleute einer gemeinnützigen Organisation unentgeltlich zur Verfügung stellen.
Prospect Research (Spenderrecherche)
Systematische Recherche, um herauszufinden, welche Personen oder Organisationen zu einer NGO passen und größere Beiträge leisten könnten.
Q
QR-Code-Spende (QR Code Donation)
Eine Spende, die durch das Scannen eines QR-Codes ausgelöst wird und direkt auf ein Spendenformular oder eine Zahlung führt.
R
Rangliste (Leaderboard)
Eine öffentlich sichtbare Rangliste, die Teilnehmende nach ihrer Spenden- oder Sammelleistung ordnet.
Rationales Spenden (Rational Giving)
Spendenansatz, der Mittel bewusst dorthin lenkt, wo sie nachweislich die größte messbare Wirkung erzielen.
Reaktivierungskampagne (Reactivation Campaign)
Eine gezielte Kampagne, um inaktive oder abgewanderte Spender:innen zurückzugewinnen.
Rechenschaftspflicht (Accountability)
Die Verpflichtung einer Organisation, ihr Handeln und ihre Mittelverwendung gegenüber Anspruchsgruppen offenzulegen und zu verantworten.
Recht auf Löschung (Right to be Forgotten)
Das DSGVO-Recht einer Person, die Löschung ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen, sofern keine Ausnahme nach Art. 17 Abs. 3 DSGVO greift, etwa eine gesetzliche Aufbewahrungspflicht.
Regelung zu Interessenkonflikten (Conflict of Interest Policy)
Interne Richtlinie, die festlegt, wie mit möglichen Interessenkonflikten von Vorstand und Mitarbeitenden umzugehen ist.
Reichweite (Reach)
Zahl der unterschiedlichen Menschen, die einen Inhalt oder eine Botschaft tatsächlich gesehen haben.
Rich-Text-Inhalte (Rich Text)
Formatierte Inhalte mit Überschriften, Listen, Links oder Bildern statt reinem, unformatiertem Fließtext.
Risikomanagement (Risk Management)
Der systematische Prozess, mögliche Gefahren zu erkennen, zu bewerten und Vorkehrungen zu treffen, um Schaden von der Organisation abzuwenden.
Rückerstattungsrichtlinie (Refund Policy)
Eine klare Regelung, unter welchen Umständen eine Spende zurückerstattet wird, etwa bei Fehlbeträgen oder irrtümlichen Zahlungen.
Rückmeldung der Begünstigten (Beneficiary Feedback)
Systematisch erhobene Rückmeldungen der Zielgruppen zu Angeboten und Wirkung einer Organisation.
S
SaaS (Software as a Service)
Ein Modell, bei dem Software als Online-Dienst gemietet und über den Browser genutzt statt lokal installiert wird.
Sachspende (In-Kind Donation)
Sachspende: Gespendet werden Güter, Dienstleistungen oder Nutzungsrechte statt Geld.
Sanktionsprüfung (Sanctions Screening)
Der Abgleich von Personen und Organisationen mit offiziellen Sanktionslisten zur Einhaltung rechtlicher Vorgaben.
Satzung (Bylaws)
Grundlegendes Regelwerk eines Vereins oder einer Organisation, das Zweck, Organe und interne Abläufe festlegt.
Satzungszweck (Statutory Purpose)
Der in der Vereinssatzung festgeschriebene Zweck, der bestimmt, wofür eine Organisation tätig werden darf.
Schirmherrschaft (Patronat)
Eine Person oder Organisation stellt ihren Namen, ihre Reputation und ihre Reichweite in den Dienst eines gemeinnützigen Anliegens.
SDGs (Sustainable Development Goals)
Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen: ein gemeinsamer Rahmen, nach dem sich Kampagnen und Organisationen einordnen und finden lassen.
Seed Funding (Startfinanzierung)
Erste Finanzierung, die eine neue Idee oder Organisation in die Umsetzung bringt, bevor sie sich selbst tragen kann.
Segmentierung (Segmentation)
Aufteilung der Kontakte in Gruppen mit ähnlichen Merkmalen, um sie passgenauer ansprechen zu können.
Single Sign-On (SSO (zentrale Anmeldung))
Ein Verfahren, mit dem sich Nutzer:innen einmal anmelden und dann ohne erneute Eingabe auf mehrere verbundene Anwendungen zugreifen.
Social Proof (Sozialer Beweis)
Der psychologische Effekt, dass Menschen ihr Verhalten am Verhalten anderer ausrichten, also etwa eher spenden, wenn andere es auch tun.
Social Return on Investment (SROI)
Methode, die den gesellschaftlichen Mehrwert eines Projekts in einem monetären Verhältnis zum eingesetzten Kapital ausdrückt.
Soziale Innovation (Social Innovation)
Neuartige Lösungen für gesellschaftliche Probleme, die wirksamer oder gerechter sind als bestehende Ansätze.
Sozialer Druck (Peer Pressure)
Der Einfluss des sozialen Umfelds auf das eigene Verhalten, etwa das Gefühl, spenden zu sollen, weil Freunde es bereits getan haben.
Soziales Franchise (Social Franchise)
Modell, bei dem ein erprobtes soziales Konzept samt Marke und Standards an weitere Träger zur Nachahmung weitergegeben wird.
Sozialunternehmen (Social Enterprise)
Organisation, die mit unternehmerischen Mitteln und eigenen Einnahmen vorrangig ein gesellschaftliches Ziel verfolgt.
Sozialunternehmertum (Social Entrepreneurship)
Unternehmerisches Handeln, das eine gesellschaftliche Wirkung als Kernziel verfolgt und dafür tragfähige wirtschaftliche Modelle nutzt.
Spendenannahme-Richtlinie (Gift Acceptance Policy)
Eine schriftliche Richtlinie, welche Spenden eine Organisation annimmt und welche sie bewusst ablehnt.
Spendenargument (Case for Support)
Die überzeugende Kernbegründung dafür, warum eine Organisation Unterstützung verdient. Sie ist die argumentative Grundlage jeder Kampagne.
Spendenbescheinigung (Spendenquittung)
Der amtliche Nachweis über eine Spende, umgangssprachlich Spendenquittung genannt, mit dem Spender:innen sie steuerlich absetzen können. Fachlich: Zuwendungsbestätigung.
Spendenbrief (Appeal Letter)
Ein Brief, der Empfänger:innen um eine Spende bittet. Er ist der Klassiker des Direktmarketings im Fundraising.
Spendenkreis (Giving Circle)
Gruppe von Menschen, die ihre Spenden bündeln und gemeinsam entscheiden, welche Projekte gefördert werden.
Spendenlauf (Charity Run)
Sportveranstaltung, bei der Teilnehmende Spenden für einen guten Zweck sammeln, oft über eigene Fundraising-Seiten.
Spendenmüdigkeit (Donor Fatigue)
Nachlassende Spendenbereitschaft, wenn Menschen zu häufig oder zu aufdringlich um Unterstützung gebeten werden.
Spendensiegel
Ein geprüftes Gütesiegel (v. a. das DZI-Spendensiegel), das seriösen Umgang mit Spenden bescheinigt.
Spendentag (Day of Giving)
Zeitlich eng begrenzte Kampagne, meist über 24 Stunden, die möglichst viele Menschen gleichzeitig zum Spenden bewegt.
Spendenthermometer (Thermometer Goal)
Eine visuelle Fortschrittsanzeige, die zeigt, wie weit eine Kampagne ihr Spendenziel bereits erreicht hat.
Spendenverarbeitung (Gift Processing)
Die Gesamtheit der Schritte von der Erfassung einer Spende bis zu ihrer Verbuchung und Bestätigung.
Spenderbindung (Donor Retention Rate)
Wie viele Spender:innen einer Organisation über das Jahr erhalten bleiben. Bei vielen NGOs unter 45 %.
Spenderpflege (Stewardship)
Die bewusste Pflege der Beziehung zu Spender:innen nach der Spende: danken, über Wirkung berichten, binden.
Spenderportal (Donor Portal)
Ein persönlicher Online-Bereich, in dem Spender:innen ihre Daten, Spenden und Bescheinigungen selbst verwalten können.
Spenderreise (Donor Journey)
Die „Reise" einer Spender:in vom ersten Kontakt bis zur langfristigen Bindung.
Spenderwand (Donor Wall)
Öffentliche Tafel oder Webseite, auf der eine Organisation ihre Spender:innen namentlich sichtbar macht und würdigt.
Sponsoring vs. Spende (Sponsorship vs Donation)
Unterscheidung zweier Zuwendungsformen, die sich in Gegenleistung, steuerlicher Behandlung und rechtlicher Einordnung grundlegend unterscheiden.
Stakeholder Engagement (Einbindung der Anspruchsgruppen)
Der aktive Dialog mit allen relevanten Gruppen einer Organisation, von Spender:innen über Begünstigte bis zu Behörden und Ehrenamt.
Stapelverarbeitung (Batch Processing)
Die gebündelte, automatisierte Verarbeitung vieler Datensätze oder Transaktionen in einem Durchgang statt einzeln.
Steuerliche Absetzbarkeit (Tax Deductibility)
Die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden, einer der stärksten Anreize zu spenden.
Stiftungsfonds mit Spenderberatung (Donor-Advised Fund (DAF))
Ein Konto bei einer Trägerstiftung, in das Spender:innen einzahlen und aus dem sie später Ausschüttungen an gemeinnützige Zwecke empfehlen.
Stiftungskapital (Endowment)
Stiftungskapital, das erhalten bleibt. Nur die Erträge werden ausgegeben, das Kapital arbeitet dauerhaft.
Stille Auktion (Silent Auction)
Eine Versteigerung, bei der Gebote schriftlich statt durch lautes Ausrufen abgegeben werden. Sie ist beliebt bei Benefiz-Veranstaltungen.
Storytelling
Mit Geschichten statt Zahlen Emotionen wecken, der wirkungsvollste Weg, für ein Anliegen zu gewinnen.
Styleguide
Ein festgelegtes Set aus Farben, Schriften und Gestaltungsregeln, das Kampagnen und Berichte automatisch im Look eurer Organisation erscheinen lässt.
T
Telefon-Fundraising (Telefundraising)
Das persönliche Einwerben von Spenden per Telefon, etwa zur Reaktivierung, Höherstufung oder Bindung bestehender Unterstützer:innen.
Text-to-Give (SMS-Spende)
Spendenmethode, bei der Menschen per Kurznachricht mit wenigen Schritten einen Betrag spenden.
Tokenisierung (Tokenization)
Sicherheitsverfahren, das sensible Zahlungsdaten durch einen bedeutungslosen Platzhalter (Token) ersetzt.
Transparenz (Transparency)
Die offene Darlegung von Zielen, Tätigkeiten, Mittelherkunft und Mittelverwendung einer Organisation.
U
Unternehmenspartner (Corporate Partner)
Ein Unternehmen, das eine gemeinnützige Organisation dauerhaft mit Mitteln, Ressourcen oder gemeinsamen Aktionen unterstützt.
Unternehmenspartnerschaft (Corporate Partnership)
Eine langfristig angelegte, strategische Zusammenarbeit zwischen einer NGO und einem Unternehmen zum beiderseitigen Nutzen.
Unterschriftenziel (Signature Goal)
Die angestrebte Zahl an Unterschriften einer Petition, zugleich Erfolgsmarke und motivierendes Element der Kampagne.
Untertitel (Closed Captions)
Eingeblendeter Text zu Videoinhalten. Er macht Videos barrierefrei und funktioniert auch bei stumm geschaltetem Ton.
Urgency (Dringlichkeit)
Ein psychologischer Auslöser, der zum sofortigen Handeln bewegt, weil ein Anlass keinen Aufschub duldet.
UTM-Parameter (UTM)
Kleine Anhängsel an Links (z. B. utm_source), die zeigen, über welchen Kanal Besucher:innen zu einer Kampagne gefunden haben.
UTM-Statistiken
Die Auswertung von UTM-Parametern: welche Kanäle und Kampagnen tatsächlich Spenden, Unterschriften oder Kontakte bringen.
Ü
Überbrückungsfinanzierung (Bridge Funding)
Kurzfristige Mittel, die eine Finanzierungslücke zwischen dem Ende einer Förderung und dem Beginn der nächsten schließen.
Übungsleiterpauschale
Steuerfreier Betrag für nebenberufliches Ausbilden, Betreuen, Pflegen oder künstlerisches Arbeiten im gemeinnützigen Bereich: seit 2026 bis 3.300 € pro Jahr.
V
Verdopplungsstunde (Matching Hour)
Ein eng begrenztes Zeitfenster, in dem jede eingehende Spende von einem Förderer verdoppelt wird.
Verwaltungskosten (Overhead Costs)
Verwaltungs- und Fundraisingkosten: ein Dauerstreitthema, aber notwendig für gute Arbeit.
Verwendungsnachweis
Der Nachweis gegenüber Fördermittelgebern, dass Mittel korrekt und zweckgebunden verwendet wurden.
Virtuelles Spendenevent (Virtual Fundraising Event)
Online durchgeführte Veranstaltung, bei der Spenden gesammelt werden, ohne dass sich Teilnehmende physisch treffen.
Vision Statement (Zukunftsvision)
Kurze Beschreibung der langfristig angestrebten, besseren Welt, auf die eine Organisation hinarbeitet.
Vorstand (Board of Directors)
Das leitende Gremium einer Organisation, das strategische Verantwortung trägt und die Geschäftsführung überwacht.
W
Webhook (Echtzeit-Benachrichtigung zwischen Systemen)
Automatische Benachrichtigung, mit der ein System ein anderes in Echtzeit über ein Ereignis informiert.
Werteleitbild (Values Statement)
Kurze Erklärung der Grundwerte, die das Handeln und die Entscheidungen einer Organisation leiten.
White Labeling (Eigenmarken-Lösung)
Nutzung fremder Software unter dem eigenen Namen und Design, sodass sie wie eine hauseigene Lösung wirkt.
Wiederkehrende Zahlung (Recurring Payment)
Eine automatisch in festen Abständen wiederkehrende Zahlung, etwa per SEPA-Lastschrift oder Kreditkarte.
Willkommensserie (Welcome Series)
Eine automatisierte Abfolge von E-Mails, die neue Spender:innen oder Abonnent:innen nach dem ersten Kontakt begrüßt und bindet.
Wirkung skalieren (Scaling Impact)
Ansatz, die Reichweite und Wirkung eines erfolgreichen Projekts auszuweiten, ohne die Kosten proportional mitwachsen zu lassen.
Wirkungsbericht (Impact Report)
Ein Bericht, der zeigt, was mit den Mitteln erreicht wurde: nicht nur Zahlen, sondern die tatsächliche Wirkung.
Wirkungsdashboard (Impact Dashboard)
Visuelle Übersicht, die die wichtigsten Wirkungs- und Fortschrittskennzahlen einer Organisation auf einen Blick zusammenfasst.
Wirkungslogik (Theory of Change)
Die Wirkungslogik einer Organisation: der begründete Weg von den Aktivitäten zur angestrebten Veränderung.
Wirkungsmessung (Impact Measurement)
Der Nachweis, welche Veränderung durch die Arbeit tatsächlich entsteht, und nicht nur, was geleistet wurde.
Wirkungsmodell (Logic Model)
Eine Darstellung, die Ressourcen, Aktivitäten und Ergebnisse eines Projekts logisch miteinander verknüpft.
Z
Zahlungsdienstleister (Payment Service Provider (PSP))
Ein Dienstleister, der die technische Abwicklung von Online-Zahlungen zwischen Spender:in und Organisation übernimmt.
Zeitbank (Time Banking)
Ein Tauschsystem, in dem Menschen geleistete Stunden als Währung gutschreiben und wieder einlösen.
Zweckgebundene Marketingkampagne (Cause Marketing Campaign)
Gemeinsame Kampagne von Unternehmen und NGO, bei der der Verkauf eines Produkts mit der Unterstützung eines guten Zwecks verbunden wird.
Zweckgebundene Mittel (Restricted Funds)
Zweckgebundene Mittel, die nur für einen bestimmten, vom Geber festgelegten Zweck ausgegeben werden dürfen.
